Coole Insel

Clemens Wenzel Maria Brentano

1778 – 1842

Sprich aus der Ferne / Heimliche Welt,
Die sich so gerne / Zu mir gesellt.

Wehet der Sterne / Heiliger Sinn
Leis durch die Ferne / Bis zu mir hin.

Glänzender Lieder / Klingender Lauf
Ringelt sich nieder, / Wallet hinauf.

Wandelt im Dunkeln, / Freundliches Spiel,
Still Lichter funkeln / Schimmerndes Ziel.

Sprich aus der Ferne / Heimliche Welt,
Die sich so gerne / Zu mir gesellt.

Clemens_Brentano

Der Dichter der Romantik wurde am 9. September 1778 in Ehrenbreitstein-Thal bei Koblenz geboren – während seine Mutter ihre Mutter besuchte.

Sein Vater war ein aus der Lombardei eingewanderter Frankfurter Kaufmann. Seine Mutter war Maximiliane geborene von Laroche (1757-1793), eine innig umschwärmte Jugendfreundin Goethes. Sie war die Tochter der Schriftstellerin Sophie von Laroche, die der junge Goethe in vielen Briefen „liebe Mama“ genannt hatte und die er oft wissen ließ, dass sein Herz der Maximiliane gehörte, auch nach deren Heirat noch und trotz ihres eifersüchtigen Ehemanns, der dem bereits erfolgreichen Dichter Goethe schließlich das Haus verbot.

Diese Schutzmaßnahme meinte Goethe bei der nach seinem Empfinden raffiniert aufdringlichen und ihm längst lästig gewordenen Schwester von Clemens, seiner Dauerverehrerin Bettina Brentano – von Arnim (1785-1859) samt ihrem Ehemann (er nannte sie „Tollhäusler“) in Weimar ebenfalls ergreifen zu müssen-ausgelöst durch eine kurze öffentliche Streitszene zwischen Christiane Goethe und Bettina.

Die literarische Erinnerung hat manches verklärt. Goethes Urteil war nicht immer gerecht und starke Frauenbeispiele der Romantik waren selten. Bettina hat die Nähe vieler Berühmtheiten ihrer Zeit gesucht und besonders nach dem Tod ihres Mannes hat sie durch soziales und politisch-philosophisches Engagement Rühmenswertes geleistet. Sie hat sich unter anderem um die in Göttingen arbeitslos gewordenen Jacob und Wilhelm Grimm gekümmert und ihnen Stellungen im Staatsdienst in Berlin vermittelt.

Die Familie von Laroche war liberal-katholisch. Man hielt ein offenes Haus und gab und besuchte viele Gesellschaften. Nach enttäuschenden und mehrfach wechselnden Schulerfahrungen wurde Clemens gegen seine Neigung – ähnlich wie Heinrich Heine – von seinem Vater gedrängt, Kaufmann zu werden. Das misslang auch bei ihm, aber er sah ein, dass seine Bildung erweitert werden musste.

Er studierte in Bonn, Halle, Jena und Göttingen: ziellos unter anderem Bergwissenschaft, Medizin, Archäologie, Staatengeschichte und zuletzt Philosophie – alles ohne Abschlüsse. Schon in Jena traf er die meisten Dichter der Romantischen Schule, die ihn stark beeinflussten: Wieland, Herder, Goethe, die Brüder Schlegel, Fichte, Tieck und Sophie Mereau. Er begann, sich selbst als Dichter zu fühlen und verkündete, dass er sich einem bürgerlichen Beruf verweigern wolle. Er nannte sich, etwa in den Hotels, Privatgelehrter.

Brentano genoss das Reisen und konnte es sich nach einem beträchtlichen Erbe von seinen Eltern leisten. Zwischen 1801 und 1805 waren seine Aufenthaltsorte Göttingen, Dresden, Jena, Marburg, Leipzig, Altenburg, Frankfurt am Main und Frankfurt an der Oder, Heidelberg, Wien und einige Städte am Rhein. In dieser Zeit schrieb und veröffentlichte er anfangs unter einem weiblichem Pseudonym in zwei Teilen den sinnlich-fantastischen Roman „Godwi – oder das steinerne Bild der Mutter“ und 1801, während er Student in Göttingen war, das von fantastischen Wortspielen sprudelnde, geistreiche, aber verworrene Lustspiel „Ponce de Leon“. In diesen Jahren verfasste er auch die vielgelesene und oft zitierte „Chronika eines fahrenden Schülers“. Darin steht eine Selbstbeschreibung des 23-Jährigen:

Vieles gaben die Götter mir, / Und ich bete die sieben / Bitten ohne Entbehren, / Aber eines blieb mir versagt, / Eines nur zähmt mir / Mächtig den Übermut, / Bannt mich zur Erde / Nieder, den armen / Sterblichen Sohn.

Wenn ich die hellen, / Emsigen Tage, / Suchend druchirrte / Wenn ich die dunkeln
Einsamen Nächte / Sinnend durchwachte, / Bleibe ich suchend, / Bleibe ich sinnend.

Bilden wohl kann ich manches, / Lieder dichten und singen, Gerne auch leiht mir
Und meinem Werke / Die empfänglichen Sinne / Mein Liebchen.

Aber Ruhe, Ruhe / Wo wohnt sie / Ach Ruhe, die nimmer / Sich gesellet / Ewiges Wühlen
Niederfringen mit Schwerkraft / Zur tiefen göttlichen Mitte, / Die alles festhält….

Aus heutiger Sicht ist „romantisch“ zu sagen, dass über Brentanos Leben „ein Unstern waltete“ – er selbst hätte es wohl als Fluch bezeichnet, der die Wirkung seiner Dichtung gehemmt und noch nach seinem Tod eine gerechte und verdiente Anerkennung verhindert hat. Das lag vor allem an ihm selbst.

Ich wollt ein Sträußlein binden, Da kam die dunkle Nacht,
Kein Blümlein war zu finden, / Sonst hätt ich dir’s gebracht.
Da flossen von den Wangen / Mir Tränen in den Klee,
Ein Blümlein aufgegangen / Ich nun im Garten seh.
Das wollte ich dir brechen / Wohl in dem dunklen Klee,
Doch fing es an zu sprechen: / »Ach tue mir nicht weh!
Sei freundlich in dem Herzen, / Betracht dein eigen Leid,
Und lasse mich in Schmerzen / Nicht sterben vor der Zeit.«
Und hätt’s nicht so gesprochen, / Im Garten ganz allein,
So hätt ich dir’s gebrochen, / Nun aber darf’s nicht sein.
Mein Schatz ist ausgeblieben, / Ich bin so ganz allein.
Im Lieben wohnt Betrüben, / Und kann nicht anders sein.

Auf Dornen oder Rosen hingesunken? / – Ob leiser Atem von den Lippen fließt – – Ob ihr der Krampf den kleinen Mund verschließt — Kein Öl der Lampe?- oder keinen Funken? –

Der Jüngling – betend – tot – im Schlafe trunken? / Ob er der Jungfrau höchste Gunst genießt – Was ist′s? das der gefallne Becher gießt – Hat Gift, hat Wein, hat Balsam sie getrunken?
Und sieh! des Knaben Arme Flügel werden – / – Nein Mantelsfalten, – Leichentuches Falten Um sie strahlt Heilgenschein – zerraufte Haare –
O deute die undeutlichen Gebärden, O lass des Zweifels schmerzliche Gewalten – Enthüll, verhüll das Freudenbett – die Bahre.

Schnell nieder mit der alten Welt, / Die neue zu erbauen. / Der, dem die Liebe sich gesellt, / Darf nicht nach Trümmern schauen. / Aus Kraft und nicht aus Reue dringt, / Was die Vergangenheit verschlingt.

Sonne willst du untergehen / O so schicke erst die Sterne
Dass die Nacht mich nicht bezwinge / Wenn ich ihr die Botschaft bringe
Wiedersehen, Wiedersehen / Ist nicht ferne.
Still beschauet mich ihr Bäume / Und ihr weißen Marmorbilder
Und ihr Quellen, lustge Bronnen, / Bald ist euch der Freund entronnen
Sinket nieder grünen Räume / Tauet milder.
Sonne bist du untergangen / O so schicke bald die Sterne
Dass die Nacht mich zu ihr bringe / Dass ich ihr die Botschaft singe
Wie verlangen und erlangen / Nicht mehr ferne.

Ich hört ein Sichlein rauschen, / Wohl rauschen durch das Korn,
Ich hört ein Mägdlein klagen, / Sie hätt ihr Lieb verlorn.
Lass rauschen Lieb, lass rauschen, / Ich acht nicht, wie es geht,
Ich tät mein Lieb vertauschen / In Veilchen und im Klee.
Du hast ein Mägdlein worben / In Veilchen und im Klee,
So steh ich hier alleine, / Tut meinem Herzen weh.
Ich hör ein Hirschlein rauschen / Wohl rauschen durch den Wald,
Ich hör mein Lieb sich klagen, / Die Lieb verrauscht so bald.
Lass rauschen, Lieb, lass rauschen, / Ich weiß nicht, wie mir wird,
Die Bächlein immer rauschen, / Und keines sich verirrt

Dein Lied erklang, ich habe es gehöret, Wie durch die Rosen es zum Monde zog; Den Schmetterling, der bunt im Frühling flog, Hast du zur frommen Biene dich bekehret,
Zur Rose ist mein Drang, / Seit mir dein Lied erklang! Dein Lied erklang, die Nacht hat′s hingetragen. Ach, meiner Ruhe süßes Schwanenlied!
Dem Mond, der lauschend von dem Himmel sieht, Den Sternen und den Rosen muss ich′s klagen, Wohin sie sich nun schwang, / Der dieses Lied erklang!
Dein Lied erklang, es war kein Ton vergebens, Der ganze Frühling, der von Liebe haucht, Hat, als du sangest, nieder sich getaucht Im sehnsuchtsvollen Strome meines Lebens, Im Sonnenuntergang, / Als mir dein Lied erklang!
Das Elend soll ich einsam bauen, / O schweige nur, ich kenn das Leid, Den heißen Schmerz des kranken Pfauen / Der nach der Sonne klimmend schreit.
Ich fühle in dem Abendgrauen Der Nächte finstre Bitterkeit Ich war im seligsten Vertrauen Von je dem grimmen Schmerz geweiht,
Und soll das Elend einsam bauen. / Das Elend soll ich einsam bauen, Die Brunnen die ein Zauberschlag / Hervorrief auf den dürren Auen,
Sie wenden sich, der junge Tag / Will nicht mehr auf mich niedertauen Das Leben bricht mir den Vertrag / Ich soll nun in die Wüste schauen,
Ich, der der Einsamkeit erlag / Soll einsam nun das Elend bauen Das Elend soll ich einsam bauen / Mir wie dem ersten Mann geschah
Als in des Paradieses Auen / Der Herr ihn einsam trauern sah Schuf er aus seiner Brust die Frauen, / Der Himmel war der Erde nah.
Doch mit dem menschlichen Vertrauen / War Schlange Frucht und Tod auch da. Drum muss ich einsam Elend bauen / Das Elend soll ich einsam bauen.
Verdorben war ich durch das Weib / Wollt in der Jungfrau neu mich schauen, Die Gott verhießen, dass sie′s bleib. / Maria, Zuflucht der Jungfrauen,
Erhalt dem Herren ihren Leib, / Lass sie nicht blinder Not vertrauen Ob Erde sie vom Himmel treib. / Ich muss mein Elend einsam bauen.
Das Elend soll ich einsam bauen / O Jesus höre mein Geschrei Brich meiner Seele tiefes Grauen / O Jesus, führ den Kelch vorbei
Mach von der Hölle giftgen Klauen / O Jesus meine Seele frei Ein armes kindliches Vertrauen / O Jesus meinem Geist verleih
Hilf mir mein Elend einsam bauen. / Das Elend soll ich einsam bauen -, Wohl auf mein Stab nach Jericho! / Und will dir′s vor der Wüste grauen,
Gedenk der Kreuzweg führet so, / Und fällst du in die Mörderklauen, So kommt die Liebe irgendwo / Dir aus der Ferne zuzuschauen,
Und lass dich einsam Elend bauen. / Das Elend soll ich einsam bauen, Weil selbst die Liebe einsam ist, / Ein reines Tier muss wiederkäuen, Einsam, was es gesellig frisst.
Die Liebe ist jetzt am Verdauen / Und fühlt nicht, dass du hungrig bist Das aber grad muss dich erbauen / Das Elend auszubauen.

In seinen ersten Dichterjahren war er publikationssüchtig, später scheute er die meisten Veröffentlichungen.
Er sammelte viele Schriften und Bücher, ging mit seinen Arbeiten  nachlässig um, verschenkte vieles, vergaß viel und verwarf und vernichtete später vieles, was ihm einmal wichtig gewesen war. Seine draufgängerische Jünglingsart endete in einer engen und prüden, fundamentalistischen Denkweise.

1803 verheirate sich der 24-Jährige mit mit der acht Jahre älteren Sophie Mereau, der von einem Jenaer Professor geschiedenen, von ihm lange verehrten Autorin von Gedichten und Romanen, die auch als Herausgeberin und Übersetzerin bekannt geworden war. Sophie war durch Brentano bereits schwanger.

Schiller bewunderte die geistvolle Schöne, sie inspiriertet ihn zu literarischen Frauengestalten; aber Goethe gab gehässig und mit falscher Schlussfolgerung Jenaer Klatsch wieder: „Ja, der Brentano, das war auch so einer, der gern für einen ganzen Kerl gegolten hätte! Er stieg vor Sophiens Wohnung am Weinspalier bis ans Fenster hinauf bei nächtlicher Weile, um die Leute glauben zu machen, es wäre viel dahinter, damit es fein hitzig aussähe mit der Liebe. Aber es war und wurde nichts.“

Bei Brentano klang das anders, viel lustiger – und vor allem  w a r er in dem Haus, in dem die umworbene Liebste wohnte; die sang – das Ende des Nachtbesuchs vorausahnend, beschwipst übermütig:

Trippel Trippel, trap, trap, trap / Heut schließ ich die Tür nicht ab
Wenn ich dich erst bei mir hab / Küss ich dich recht tüchtig ab.

Weck mir nicht die Mutter auf / Nur nicht hust`, nicht nies`, nicht schnauf`,
Nicht zu stolz renn mir herau, / Wer hoffärtig, fällt leicht drauf.

Weck mir nicht die Martinsgans, / Tritt dem Hund nicht auf den Schwanz,
Schleiche wie der Mondenglanz, / Wie ein Floh im Hochzeitskranz.

Stoß mir nicht die Kübel um / Liebster Schatz, ich bitt dich drum
Rumpelt er rumpidipum / Liebster Schatz, das wäre dumm.

In das Maul nimm deine Schuh / Kommt die Magd, so fahr drauf zu,
Dann glaubt sie , du seist Wu Wu / Kriecht ins Bett und lässt uns Ruh.

Gehe links, ach geh nicht recht / Sonst kömmst du zum Oberknecht
Und kriegst du ein Gefecht / Und der Jockel schmeißt nicht schlecht.

Steig such nicht bis unters Dach / Kömmst sonst in das Taubenfach,
Da wird gleich mein Bruder wach, / Eilet schnell dem Marder nach.

Bist du vor der Kammertür / Klage deinen Jammer mir,
Dann schieb ich die Klammer für / Schrei „Wer ist? Potz Hammer! Hier!

Und da wachet alles auf / Mutter, Bruder, Knecht im Lauf
Nahn, es wird `ne Prügeltrauf. / – Besser als `ne Kindertauf! –

Doch es ging `nen andern Gang. / Mutter nach neun Monden sang,
Mädel, `s wird mir angst und bang, / Sonst war ja dein Röckchen l a n g.

Dass Goethe nicht gut auf Brentano zu sprechen war, erklärt auch diese Brentano-Parodie auf ein berühmtes Goethe-Lied, die den Dichterfürsten sicher geärgert hat:

Es saß der Meister vom Stuhle, / Gar frech im eignen Kot,
Wer wagt sich zu demPfuhle, / Es tun ihm Prügel not.
… ….
Und kömmt er einst zum Sterben, / So stirbt sein ganzes Reich,
Die Frösche all verderben, / Krepiert er in dem Teich.

Da sitzt er, keiner frecher / Und platzet fast vor Wut,
Und reicht den giftgen Becher / Sich selbst und seiner Brut.

Über ihre in überschwänglicher Liebe begonnene Ehe schrieb Sophie einer Freundin, sie sei „Himmel und Hölle, aber öfter Hölle“. Brentano war eifersüchtig auf ihren unkonventionellen Umgang mit Schriftsteller-Kollegen. Sophie, der ein Sohn in der früheren Ehe gestorben war und die ihre Tochter Hulda mit in die Ehe brachte, litt unter den dauernden glücklosen Schwangerschaften. Ihr gemeinsamer Sohn starb bald nach der Geburt. Nach einem längeren Aufenthalt bei den Eltern in Frankfurt wohnte das Paar zwei Jahre in Heidelberg. Beide stürzten sich in Arbeit; sie übersetzten und veröffentlichten „Spanische und Italienische Novellen“.

Beide verband eine Freundschaft mit dem katholischen Publizisten und Gelehrten Joseph Görres; es gab auch eine Vertiefung der Freundschaft mit Achim von Arnim, den Brentano seit dem Studium in Göttingen schätzte. Görres war Inhaber der Zeitung „Rheinischer Merkur“; Arnim veröffentlichte „Zeitungen für Einsiedler“. An beiden Publikationen beteiligte sich Brentano, der mit Arnim ebenfalls in drei Teilen die Volksliedersammlung „Aus des Knaben Wunderhorn“ zusammenstellte. Diese wichtige Kulturarbeit wurde viel gelesen.

Brentano unternahm mit seiner Frau und mit Achim von Arnim eine inspirierende Rheinreise. Ende 1805, ein halbes Jahr nach dem Tod des letzten Kindes, erkrankte Sophie Brentano schwer nach einer Fehlgeburt. Die Brentanos unternahmen mit Sophies Tochter Hulda eine Wallfahrt nach Wallthürn. Ende Oktober 1806 starb die erst 36-jährige Sophie nach einer Totgeburt. Clemens adoptierte Sophies 9-jährige Tochter Hulda, die längst Papa zu ihm sagte.

Im Jahr darauf verlobte Brentano sich nach einer Hollandreise mit der 16-jährigen Auguste Bussmann, der in einigem gemütsähnlichen, und, wie er sie bald nannte, exzentrischen Nichte des Frankfurter Bankiers Bethmann. Sie heirateten in Kassel; nach zwei aufreibenden Jahren ließen sie sich scheiden. Er hielt sie für eine verhexte Zauberin, die Männer anlockte und ihn mit Selbstmordandrohungen gepeinigt hatte. Die Verse, die er sich vom Leib und von der Seele schrieb, sind (wie sein ganzes Leben und Schaffen) ein häufiges Forschungsthema heutiger Psychologie-Studierenden und Anregungen für Drehbuchschreiber:

Wohlan, so bin ich deiner los / Du freches lüderliches Weib!
Fluch über deinen sündenvollen Schoß / Fluch über deinen sündenvollen Leib.
Fluch über dein lüderlichen Brüste / Von Zucht und Wahrheit leer,
Von Schand und Lügen schwer, / Ein schmutzig Kissen aller eklen Lüste.

Fluch über jede tote Stunde, / Die ich an deinem lügenvollen Munde
In ekelhafter Küsse Rausch verbracht. / Fluch über jede gottvergessne Nacht,
Die ich in deinem frechen Bett erhandelt, / Die ich in toller Liebe überwacht,
Wohl unter deinem Fenster hingewandelt, / Wenn du mit andern in dem Werk befangen,
Mit andrer Lüg an anderm Mund gehangen…

Mit Achim von Arnim besuchte Brentano Goethe in Weimar. Nach einem gemeinsamen Arbeitsaufenthalt in Kassel war Brentano kurz in Landshut, dann monatelang in Berlin. Er war inzwischen ein bekannter Dichter geworden und er hatte überall geschrieben und veröffentlicht; vieles erschien verstreut, das Meiste erst nach seinem Tod. Das Schreiben fiel ihm leicht. Für das Hoftheater in Wien verfasste er das Festspiel „Am Rhein, am Rhein!“ – es wurde eine gute Werbung in Österreich für die sagenumwobene Rheinlandschaft, die ihn vielfältig inspirierte:

Nun, gute Nacht, meine Leben, / Du alter, treuer Rhein! / Deine Wellen schweben / Klar im Mondenschein:
Die Welt ist rings entschlafen, / Es singt den Wolkenschafen / Der Mond ein Lied.

Der Schiffer schläft im Nachen / Und träumet von dem Meer; /Du aber, du musst wachen /
Und trägst das Schiff einher; / Du führst ein freies Leben, / Durchtanzest bei den Reben / Die ernste Nacht.

Wer dich gesehn, lernt lachen; / Du bist so freudenreich, / Du labst das Herz der Schwachen /
Und machst den Armen reich, / Du spiegelst hohe Schlösser, / Und füllest große Fässer / Mit edlem Wein.

Auch manchen lehrst du weinen, / Dem du sein Lieb entführt, / Gott wolle die vereinen, / Die solche Sehnsucht rührt;
Sie irren in den Hainen / Und von den Echosteinen / Erschallt ihr Weh.

Und manchen lehret beten / Dein tiefer Felsengrund; /Wer dich im Zorn betreten, / Den ziehst du in den Schlund,
Wo deine Strudel brausen, Wo deine Wirbel sausen, / Da beten sie.

Mich aber lehrst du singen, / Ein freudeselig Klingen / Mir durch den Busen zieht; / Treib fromm nur meine Mühle, / Jetzt scheid ich in der Kühle / Und schlummre ein.

Clemens Brentano sammelte Volkslieder und einige schrieb er im volkliedhaften Ton. Von ihm stammt auch ein Lied über die Lore Lay, das eng an der Sage blieb, wenn er es nicht sogar erfunden hat; es enthält manche schöne romantische Stelle, ist auch im Silbenmaß genauer – nur: die bekanntere, merkfähigere Fassung von Heinrich Heine hat sechs Vierzeiler – Brentanos „Zu Bacherach am Rheine“ hat vierundzwanzig vierzeilige Strophen. Außerdem sitzt Heines Lore Lay immer noch auf dem Felsen am Rhein.

Brentano hätte eine strenge, durchweg auf Verkürzungen zielende Lektorin nötig gehabt, die ihn gedrängt hätte, konzentrierter zu formulieren, frömmelnde Abschweifungen zu streichen und die Titel seiner Geschichten wirkungsvoll zu ändern. Viele seiner Gedichte und Lieder waren sehr lang; das war auch eine Schwäche seiner Märchen. Er schrieb halt so gern und leicht. Allerdings waren seine Leserinnen und Leser weitaus geduldiger und weniger abgelenkt als die heutigen.

Wenig Zeit brauchte er für das Festspiel „Viktoria und ihre Geschwister“, eine Auftragsarbeit des Theaters an der Wien, die dann aber nicht aufgeführt wurde. Seine Hoffnung, in Wien als Theaterdichter angenommen zu werden, zerschlug sich. Auf dem Buchmarkt waren die poetischen „Romanzen vom Rosenkranz“ – eine romantische Faustiade. Gefragt waren auch die sprühend witzige Erzählung „Der Philister vor, in und nach der Geschichte“, „Der erste Bärenhäuter“, der „Baron Hüpfenstich“, „Das Märchen von dem Myrthenfräulein“, „Der arme Raimondin“, „Die Schachtel mit der Friedenspuppe“, „Fanferlieschens Schönefüßchen“, „Das Märchen von dem Schulmeister Klopfstock und seinen fünf Söhnen“, „Das Rhein-Märchen“ und das Schauspiel „Die Gründung Prags“.

Oft schrieb er Liebeslieder – er war ja oft verliebt – mit überraschenden Wendungen. Wir müssen uns heute vorstellen, dass seine Leserinnen diese Verse genussvoll gelesen und verinnerlicht haben – als wären sie für sie geschrieben:

Wenn ich ein Bettelmann wär, / Käm ich zu dir, / Säh dich gar bittend an, / Was gäbst du mir? –

Der Pfennig hilft mir nicht, / Nimm ihn zurück, / Goldner als golden glänzt / Allen dein Blick.

Und was du allen gibst, / Gebe nicht mir; / Nur was mein Aug begehrt, / Will ich von dir.

Bettler, wie helf ich dir? / Sprächst du nur so, / Dann wär im Herzen ich / Glücklich und froh.

Laufst auf dein Kämmerlein, / Holst ein Paar Schuh, / Die sind mir viel zu klein, / Sieh einmal zu. –

Sieh nur, wie klein sie sind, / Drücken mich sehr, / Jungfrau, süß lächelst du, / O gib mir mehr.

Kaum hörst du auf, so fang ich an, / Dich erst recht zu vermissen,
Ich habe ein Gelübd` getan. / Kein andres Weib zu küssen.
Gewaltig regt es sich in mir, / Zu leben und zu lieben,
O süße Frau, wär ich bei dir, / Ich wollt dich nicht betrüben.

Du letzter Preis von Lieb und Lust, / Wie konnte ich dich quälen,
Ach hätt ich jemals was gewusst, / Wie könnt ich dann erzählen.
Die Lippe schließt der Liebe Kuss, / Ich hab ihn nie empfangen,
Es rühmt sich nur der Überdruss, / Es seufst nur das Verlangen.

Kaum hörst du auf, so fang ich an, / Versäumnis muss ich büßen,
O wandelte die Lust mich an, / Ein andres Weib zu küssen.
Mein Kuss ist jung, mein Kuss ist alt, / Ich küss mit weisen Listen,
Es würde Liebe und Gewalt / Die Untreu dir nicht fristen.

So lebe wohl, verzeihe dir, / Die keusche Bahn zu wandlen!
Ich lebe wohl, verzeihe mir, / Im Traum dich zu – misshandlen.

 

Säusle, liebe Mirte, / Wie still ist`s in der Welt,
Der Mond, der Sternenhirte / Auf klarem Himmelsfeld,

Treibt schon die Wolkenschafe / Zum Born des Lichtes hin;
Schlaf, mein Freund, o schlafe, / Bis ich wieder bei dir bin.

Säusle, liebe Mirte, / Und träum im Sternenschein,
Die Turteltaube girrte / Auch ihre Brut schon ein.

Still ziehn die Wolkenschafe / Zum Born des Lichtes hin,
Schlaf, mein Freund, o schlafe, / Bis ich wieder bei dir bin.

Sein auf alten deutschen Texten gründendes Lied wurde überall in Deutschland auswendig gelernt, viel vorgetragen – aber nicht mehr zu seinen Lebzeiten. Es war mit dem Besingen des Todes Romantik pur:

Es ist ein Schnitter, der heißt Tod, / Er mäht das Korn, wenn`s Gott gebot;
Schon wetzt er die Sense, dass schneidend sie glänze,
Bald wird er dich schneiden, du musst es nur leiden;
Musst in den Erntekranz hinein, / Hüte dich, schöns Blümelein!

Was heut noch frisch und blühend steht, / Wird morgen schon hinweggemäht,
Ihr edlen Narzissen, ihr süßen Melissen,
Ihr sehnenden Winden, ihr Leid-Hyazinthen,
Müsst in den Erntekorb hinein, / Hüte dich schöns Blümelein!

Viel hunderttausend ohne Zahl, / Ihr sinket durch der Sense Stahl,
Weh Rosen, weh Lilien, weh krause Basilien!
Selbst euch Kaiserkronen wird er nicht verschonen;
Ihr müsst zum Erntekranz hinein, / Hüte dich, schöns Blümelein!

Du himmelfarben Ehrenpreis, / Du Träumer Mohn, rot, gelb und weiß,
Aurikeln, Ranunkeln und Nelken, die funkeln,
Und Malven und Narden, braucht nicht lang zu warten;
Müsst in den Erntekorb hinein, / Hüte dich, schöns Blümelein!

Du farbentrunkner Tulpenflor / Du tausendschöner Floramor,
Ihr Blutes-Verwandten, ihr Glut-Amaranten,
Ihr Veilchen, ihr stillen, ihr frommen Kamillen,
Müsst in den Erntekranz hinein, / Hüte dich, schöns Blümelein!

Du stolzer, blauer Rittersporn, / Ihr Klapperrosen in dem Korn,
Ihr Röslein Adonis, ihr Siegel Salomonis,
Ihr blauen Cyanen braucht ihn nicht zu mahnen,
Müsst in den Erntekorb hinein. / Hüte dich, schöns Blümelein!

Lieb Denkeli, Vergiss mein nicht, / Er weiß schon, was dein Name spricht,
Dich seufzerumschwirrte Brautkränzende Myrte,
Selbst euch Immortellen wird alle er fällen!
Müsst in den Erntekranz hinein, / Hüte dich, schöns Blümelein!

Des Frühlings Schatz und Waffensaal, / Ihr Kronen, Zepter ohne Zahl,
Ihr Schwerter und Pfeile, ihr Speere und Keile,
Ihr Helme und Fahnen unzähliger Ahnen,
Müsst in den Erntekranz hinein, / Hüte dich schöns Blümelein!

Des Maiens Brautschmuck auf der Au, / Ihr Kränzlein reich von Perlentau,
Ihr Herzen umschlungen, ihr Flammen und Zungen
Ihr Händlein in Schlingen von schimmernden Ringen,
Müsst in den Erntekorb hinein, / Hüte dich schöns Blümelein!

Ihr samtnen Rosenmiederlein, / Ihr seidnen Lilienschleierlein,
Ihr lockenden Glocken, Ihr Schräubchen und Flocken,
Ihr Träubchen, ihr Becher, ihr Häubchen, ihr Fächer,
Müsst in den Erntekranz hinein, / Hüte dich, schöns Blümelein!

Herz, tröste dich, schon kömmt die Zeit, / Die von der Marter dich befreit.
Ihr Schlangen, ihr Drachen, ihr Zähne, ihr Rachen,
Ihr Nägel, ihr Kerzen, Sinnbilder der Schmerzen,
Müsst in den Erntekranz hinein, / Hüte dich schöns Blümelein!

O heimlich Weh, halt dich bereit! / Bald nimmt man dir dein Trostgeschmeid,
Das duftende Sehnen der Kelche voll Tränen,
Das hoffende Ranken der kranken Gedanken
Muss in den Erntekranz hinein, / Hüte dich schöns Blümelein!

Ihr Bienlein ziehet aus dem Feld, / Man bricht euch ab das Honigzelt,
Die Bronnen der Wonnen, die Augen, die Sonnen,
Der Erdsterne Wunder, die sinken jetzt unter,
All in den Erntekranz hinein, / Hüte dich schöns Blümelein!

O Stern und Blume, Geist und Kleid, / Lieb, Leid und Zeit und Ewigkeit!
Den Kranz helft mir winden, die Garbe helft binden,
Kein Blümlein darf fehlen, jed` Körnlein wird zähleen
Der Herr auf seiner Tenne rein, / Hüte dich schöns Blümelein!

Brentano wurde von Zeitgenossen als faszinierender Mensch geschildert, gewinnend, geistsprühend, ungewöhnlich vielseitig begabt mit erkennbar genialen Zügen. Er fand überall Witziges, Verschrobenes, Skurriles im Alltag, auch bei einigen Gesprächspartnern, denen das oft lästig wurde. Er war ein vortrefflicher Vorleser seiner Texte – nur: seine Stimmungen wechselten unvorhersehbar und andere verletzend. Mit seiner Unrast und seiner Sprunghaftigkeit enttäuschte er viele wohlmeinende Anhänger.

In Berlin entstanden seine (nach seinem Tod) viel gelesenen und viel gerühmten Erzählungen. Und wieder hatte er die Liebe erlebt und beschrieben:

Die Liebe fing mich ein mit ihren Netzen, / Und Hoffnung bietet mir die Freiheit an;
Ich binde mich den heiligen Gesetzen, / Und alle Pflicht erscheint ein leerer Wahn.

Es stürzen bald des alten Glaubens Götzen, / Zieht die Natur mich so mit Liebe an.
O süßer Tod, in Liebe neu geboren, / Bin ich der Welt, doch sie mir nicht verloren.

Die unglückliche Liebe zu der zwanzig Jahre jüngeren frommen Dichterin Luise Hensel bewirkte in Berlin seine Rückkehr zum katholischen Glauben, in dem er getauft worden war. Eine Lebenskrise kam über ihn. 1817 legte er eine Generalbeichte ab und brach vollständig mit seinem poetischen Vorleben. Bis dahin galt Brentano als Autor mit viel Potential. Nun waren viele seiner Zeitgenossen irritiert bis schockiert von seiner tiefgehenden religiösen Wandlung. Nach Jahren äußerster Weltlichkeit lebte er eine streng ultramontane Kirchlichkeit.

Im Herbst 1818 zog er nach Dülmen im Münsterland, wo er bei der visionären, stigmatisierten Nonne Anna Katherina Emmerich sechs Jahre bis zu ihrem Tod als ihr Sekretär blieb. Er übertrug ihre plattdeutsch gesprochenen Visionen auf 16.000 Folioseiten und ließ davon mehrere Bände drucken. Luise Hensel hat ihn in Dülmen einige Male besucht.

Brentano war inzwischen vierundfünfzig Jahre alt, als er, ständig unterwegs und weitergetrieben, sich in Bonn, in Winkel am Rhein, in Wiesbaden, Frankfurt, Straßburg und Koblenz aufhielt, bis er nach Reisen in die Schweiz, nach Lothringen und Paris ab 1833 länger in München blieb.

In diesem Jahr veröffentlichte er anonym die Schrift „Das bittere Leiden unseres Herrn Jesu Christi“. Nachgelassen erschienen noch „Das Leben der Heil. Jungfrau Maria“ und „Das Leben unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi“, ferner „Nachgelassene religiöse Schriften“. Diese Bücher hatten einen von ihm selbst nicht für möglich gehaltenen Erfolg, wurden oft nachgedruckt und in andere Sprachen übersetzt. Brentano war über Jahrzehnte der erfolgreichste Erbauungsschriftsteller.

In seinen letzten Jahren schämte er sich seiner früheren poetischen Werke und nannte sie „Toilettensünden einer unchristlichen Jugend“. Seine umfangreiche Berliner Bibliothek hatte er vor seiner Übersiedlung nach Dülmen versteigern lassen.

Seine vielleicht letzte Liebe galt der jungen, frommen, in München sehr umschwärmten schweizer Malerin (und späteren Mäzenin) Emilie Linder. Er legte „Lindi“ diese Verse einem Brief bei; er variierte sie später:

Was heiß in meiner Seele fleht / Und bang in diesen Zeilen steht,
Das soll dich nicht betrüben. / Die Liebe hat es ausgesät,
Die Liebe hat hindurch geweht, / Die Liebe hat`s getrieben.

Und ist dies Feld einst abgemäht, / Arm Lindi durch die Stoppeln geht,
Sucht Ähren, die geblieben, / Sucht Lieb`, die mit ihr untergeht,
Sucht Lieb`, die mit ihr aufersteht, / Sucht Lieb`, die ich musst lieben.
Was reif in diesen Zeilen steht, / Was lächelnd winkt und sinnend fleht,
Das soll kein Kind betrüben. / Die Einfalt hat es ausgesät,
Die Schwermut hat hindurch geweht, / Die Sehnsucht hat`s getrieben.

Und ist dies Feld einst abgemäht, / Die Armut durch die Stoppeln geht,
Sucht Ähren, die geblieben, / Sucht Lieb`, die für sie untergeht,
Sucht Lieb`, die mit ihr aufersteht, / Sucht Lieb`, die sie kann lieben.

Und hat sie einsam und verschmäht / Die Nacht durch dankend im Gebet
Die Körner ausgetrieben, / Liest sie, als früh der Hahn gekräht,
Was Lieb`erhielt, was Leid verweht, / Ans Feldkreuz angeschrieben:
O Stern und Blume, Geist und Kleid, Lieb`, Leid und Zeit und Ewigkeit.

Viele Frauen bewahrten seine Verse, abgeschrieben und oft wiedergelesen, wie Hausschätze. Sie spürten, dass Dichter wie er träumend und nachtwandlerisch aus einem dunklen Land herüberholen, was sie selbst kaum verstehen, was manchesmal nicht zu ihrem Leben zu passen scheint, was sie aber weitergeben müssen wie eine Flaschenpost, die irgendwo bei irgendwem ankommen wird, irgendwann. Dieser Mensch wird verstehen und fühlen: Das hat er mir gesagt.

Einsam werd ich untergehn / Keiner soll mein Leiden wissen.
Wird der Stern, den ich gesehn, / Von dem Himmel mir gerissen,
Will ich einsam untergehn / Wie ein Pilger in der Wüste. … … …

Einsam will ich untergehn / Wie ein Schiff in wüsten Meeren,
Wird der Stern, den ich gesehn, / Jemals weg von mir sich kehren,
Will ich einsam untergehn / Wie der Trost in stummen Schmerzen.

Einsam will ich untergehn / Wie der Trost in stummen Schmerzen,
Soll der Stern, den ich gesehn, / Jemals meine Schuld verscherzen,
Will ich einsam untergehn / Wie mein Herz in deinem Herzen.

Clemens Brentano ist mit fast vierundsechzig Jahren am 28. Juli 1842 In Aschaffenburg gestorben.

Von ihm ungewollt hat seine Lyrik die religiösen Schriften überlebt. Wird es lange dauern, bis dieser Dichter wiederentdeckt wird?

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